Spiele für den Silvesterabend – 8 Ideen für die Zeit bis Mitternacht

Verfasst von

in

Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

Das Essen ist vorbei, auf dem Tisch stehen noch ein paar Schälchen zum Knabbern, und bis Mitternacht dauert es noch länger, als alle gedacht haben. Dann spielt jemand die ersten Sekunden eines Liedes ab. Einer ruft sofort den falschen Titel, zwei andere singen schon mit, und am Ende möchte jemand unbedingt wissen, wer diesen Song ausgesucht hat.

So stelle ich mir einen schönen Silvesterabend zu Hause vor. Man sitzt noch gemütlich zusammen, spielt eine Runde und bleibt vielleicht beim Erzählen hängen. Gerade an Silvester mag ich die Mischung aus Spielen, bei denen es am Tisch etwas lauter werden darf, und kleinen Ritualen, bei denen das vergangene Jahr noch einmal zur Sprache kommt.

Dafür würde ich ein paar Ideen bereitlegen. Manche brauchen nur einen Stift und ein paar Zettel. Für eine andere lohnt es sich, vorher noch einmal durch die Fotos auf Deinem Handy zu blättern.

1. Songs erraten – und plötzlich singt der ganze Tisch mit

Das Schöne an einem Musikquiz ist für mich, dass jeder bei einem anderen Lied hellhörig wird. Die ersten Töne eines alten Hits reichen aus, und jemand weiß noch genau, wo er das Lied zum ersten Mal gehört hat. Beim nächsten Song sind dann plötzlich die Jüngeren am Tisch schneller.

Mit „Play That Song!“ kannst Du ein fertiges Musikquiz auf den Tisch bringen. Ihr hört Musikausschnitte, ratet Titel oder Interpreten und drückt auf den Buzzer, wenn Ihr die Antwort wisst. Für die Musikwiedergabe brauchst Du laut Produktbeschreibung ein Spotify-Konto.

So geht’s mit Eurer eigenen Playlist. Bitte jeden vor dem Abend um zwei Lieder. Eines soll an einen Moment aus diesem Jahr erinnern. Das andere darf ein Lied sein, bei dem die Person bis heute mitsingt. Du sammelst die Titel und spielst sie nacheinander kurz an. Für Titel und Interpret gibt es je einen Punkt. Danach darf die Runde noch raten, wer sich den Song gewünscht hat. Bei der Auflösung kommt vielleicht auch die Geschichte zum Lied auf den Tisch.

„Play That Song!“ bei Amazon ansehen (Anzeige)

2. Pantomime – wie stellt man eigentlich ein Spannbettlaken dar?

Bei Pantomime gefallen mir kleine Alltagsszenen besonders gut. Einen Pinguin bekommt man mit ein bisschen Watscheln noch ganz gut hin. Aber wie zeigst Du ohne ein Wort, dass Du mit zwei vollen Einkaufstaschen vor der Haustür stehst und der Schlüssel in der falschen Jackentasche steckt?

So geht’s. Jeder schreibt zwei oder drei Begriffe auf kleine Zettel. Faltet sie, sammelt sie in einer Schale und zieht reihum einen Begriff. Wer dran ist, stellt ihn ohne Worte dar. Wenn Kinder mitspielen, mischt einfache Begriffe wie „Pinguin“ oder „Schneemann bauen“ mit kniffligeren Szenen.

Auch ein paar Begriffe, die nur Eure Runde sofort versteht, machen Spaß. Vielleicht gibt es bei Euch jemanden, der auf jedem Ausflug kurz stehen bleibt, um einen Hund zu begrüßen. Wie würde man genau diese Person pantomimisch darstellen? Wenn Du lieber mit fertigen Begriffen spielst, kannst Du das Pantomime-Kartenspiel von Emma Hegemann bereitlegen.

Das Pantomime-Kartenspiel bei Amazon ansehen (Anzeige)

3. Kleine Geschicklichkeitsduelle nach dem Essen

Es gibt immer jemanden, der beim Anblick von drei Papierbechern und einem Tischtennisball sagt: „Das ist doch einfach.“ Diese Person darf anfangen.

Genau für solche kurzen Duelle passt „Beat That!“. Das Partyspiel besteht aus kleinen Aufgaben zum Stapeln, Werfen oder Schnippen. Das Spiel ist für zwei bis acht Personen ab neun Jahren gedacht.

So geht’s mit Dingen von zu Hause. Stell drei Papierbecher in unterschiedlichen Abständen auf. Jeder hat drei Versuche, einen Tischtennisball in einen Becher zu werfen. Der nächste Becher zählt einen Punkt, der mittlere zwei und der hinterste drei. Vor dem letzten Wurf darf jeder ansagen, welchen Becher er treffen will. Spätestens dann schauen auch diejenigen zu, die eben noch behauptet haben, sie würden nur eine Runde mitspielen.

„Beat That!“ bei Amazon ansehen (Anzeige)

4. Ein Jahresquiz aus den Fotos auf Deinem Handy

Ein Foto vom schön gedeckten Tisch ist schnell erkannt. Spannender wird es mit dem Bild, auf dem man nur einen nassen Schuh, einen halben Kuchen oder einen völlig schief aufgebauten Sonnenschirm sieht. Wer weiß noch, wo das war? Und warum habt Ihr davon überhaupt ein Foto?

So geht’s. Such vorab eine Handvoll Bilder aus dem vergangenen Jahr aus. Zeig jeweils zuerst nur einen Ausschnitt und lass alle raten, wann oder wo das Foto entstanden ist. Danach zeigst Du das ganze Bild. Du kannst auch Fragen dazwischenmischen. Wer hatte beim Ausflug die Picknickdecke vergessen? Welches Dessert war beim Sommerfest als Erstes weg?

Wenn sich Deine Gäste noch wenig kennen, kann jeder eine kurze Geschichte aus seinem Jahr aufschreiben. Du liest die Zettel vor und alle raten, zu wem die Geschichten gehören. So kommt vielleicht etwas zur Sprache, das beim üblichen „Und was machst Du so?“ nie jemand erzählt hätte.

5. „Wer bin ich?“ mit Figuren, die Ihr alle kennt

Ein Zettel an der Stirn und schon kann es losgehen. Für mich hängt der Spaß bei diesem Spiel vor allem an den Begriffen. Eine Runde mit Figuren aus Weihnachtsfilmen fühlt sich ganz anders an als eine mit Tieren, Märchenfiguren oder Musikern.

So geht’s. Jede Person bekommt einen Zettel mit einer Figur, die sie selbst nicht sehen kann. Reihum stellt Ihr Fragen, die sich mit Ja oder Nein beantworten lassen. „Bin ich ein Mensch?“ oder „Komme ich in einem Film vor?“ sind gute Einstiegsfragen. Wer seine Figur erraten hat, kann beim Rest der Runde weiter miträtseln.

Wenn Kinder mitspielen, würde ich Begriffe wählen, die sie genauso gut kennen wie die Erwachsenen. Und wenn Du mit Freunden feierst, die seit Jahren dieselben Filme zitieren, hast Du wahrscheinlich schon ein paar Figuren im Kopf.

6. Zinngießen an Silvester – was erkennst Du in Deiner Figur?

Früher gehörte das Bleigießen für viele zum Silvesterabend. Das Blei erstarrte im kalten Wasser zu einer zufälligen Form, aus der man spielerisch herauslas, was das neue Jahr bringen könnte. Heute wird der Brauch mit Zinn oder Wachs weitergeführt. Geblieben ist der Moment, in dem alle auf dieselbe Figur schauen und etwas anderes darin erkennen.

Vielleicht siehst Du ein Segelboot und denkst sofort ans Meer. Jemand dreht die Figur um und entdeckt darin einen Hund. Und wenn Ihr sie noch ein drittes Mal wendet, ist plötzlich auch das Fahrrad gar nicht mehr so abwegig.

So wird daraus eine kleine Raterunde. Haltet Euch beim Gießen an die Anleitung Eures Sets. Zeigt Euch danach die fertigen Figuren und lasst jeden sagen, was er darin sieht. Erst dann schaut Ihr aufs Deutungsblatt. Wenn Dir eine eigene Bedeutung besser gefällt, nimm sie mit ins neue Jahr. Aus dem vermeintlichen Fahrrad könnte zum Beispiel der Wunsch werden, im Frühjahr endlich wieder eine gemeinsame Radtour zu machen.

Ein Zinngieß-Set mit Gießlöffel und Deutungsblatt bei Amazon ansehen (Anzeige)

7. Eine Tarotkarte fürs neue Jahr ziehen

Wenn es am Tisch nach den Spielen ein bisschen ruhiger wird, leg ein Tarotdeck in die Mitte. Wer mag, zieht eine Karte und schaut erst einmal, was ihm auf dem Bild auffällt. Vielleicht bleibt Dein Blick an einer kleinen Laterne hängen, an einer offenen Tür oder an einer Figur, die sich gerade auf den Weg macht.

Eine schöne Frage für diese Runde ist „Wofür möchte ich mir im neuen Jahr mehr Zeit nehmen?“ Vielleicht erinnert Dich die Karte an etwas, das Dir im Alltag fehlt. Oder sie bringt Dich auf einen Gedanken, den Du gern mit ins neue Jahr nehmen möchtest.

Wer mag, erzählt der Runde davon. Du kannst Deinen Gedanken auch auf einen kleinen Zettel schreiben und ihn später in Deinen Kalender legen. Vielleicht fällt er Dir an einem ganz gewöhnlichen Dienstag wieder in die Hände.

Ein Tarotdeck für Eure Silvesterrunde bei Amazon ansehen (Anzeige)

8. Ein Wunsch fürs neue Jahr, den Ihr mitnehmen könnt

Ein Frühstück, für das Ihr Euch endlich einmal Zeit nehmt. Ein Ausflug, über den Ihr seit Monaten redet. Oder ein Abend, an dem Ihr Euch wieder zum Spielen trefft. Solche Wünsche mag ich, weil man sich beim Aufschreiben schon vorstellen kann, wie schön es wäre, sie tatsächlich umzusetzen.

So geht’s. Leg kleine Zettel und Umschläge bereit. Jeder schreibt einen Wunsch auf. Wer möchte, liest ihn vor. Persönliche Wünsche kommen in den eigenen Umschlag und dürfen mit nach Hause. Wenn sich beim Vorlesen ein gemeinsamer Wunsch ergibt, könnt Ihr gleich einen ungefähren Termin auf die Rückseite schreiben. So bekommt ausgerechnet ein kleiner Zettel vom Silvesterabend vielleicht im Frühjahr noch einmal seinen Auftritt.

Was ich für den Silvesterabend bereitlegen würde

Für einen Abend mit Familie oder Freunden würde ich mit einem Musikquiz und einer Schale Pantomime-Zettel anfangen. Wenn Ihr Euch schon lange kennt, such noch ein paar Fotos fürs Jahresquiz heraus. Die kannst Du zwischen zwei Runden zeigen, wenn sich der richtige Moment ergibt.

Und wenn Ihr schon beim ersten Lied hängen bleibt, weil auf einmal alle vom selben Sommer erzählen, würde ich das nächste Spiel ruhig noch ein bisschen liegen lassen. Solche Gespräche sind für mich ein schöner Grund, an Silvester länger am Tisch sitzen zu bleiben.

Ich wünsche Euch einen fröhlichen Jahreswechsel.